Antidiskriminierungsbeauftragte/r

Die Aufgabe der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n ist die Gleichstellung zu verbessern und gegen Diskriminierung vorzugehen.  Die/der Antidiskriminierungsbeauftragte hat eine selbständige und unabhängige Stellung.

Sie können sich an die/den Antidiskriminierungsbeauftragte/n wenden, wenn Sie eine Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der Sprache, der Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, der Meinung, der politischen Tätigkeit, der Gewerkschaftstätigkeit, der Familienverhältnisse, des Alters, der sexuellen Orientierung, des Gesundheitszustands, einer Behinderung oder eines anderen personenbezogenen Grundes erlebt oder erkannt haben.

Zu den Aufgaben der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n gehört auch die Verbesserung der Lebensbedingungen, Rechte und Stellung der diskriminierungsgefährdeten Gruppen, wie z.B. Ausländer. Darüber hinaus ist die Sonderaufgabe der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n die Abschiebung von Ausländern zu überwachen und als nationale/r Berichterstatter/in für Menschenhandel tätig zu sein.

Die/der Gleichstellungsbeauftragte befasst sich mit der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder Geschlechtsidentität.

Hilfe durch die/den Antidiskriminierungsbeauftragte/n

Wenden Sie sich an die Kundenservicestelle der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n, wenn Sie eine Diskriminierung erlebt oder erkannt haben. Sie können auch im Namen einer Person, die Diskriminierung erlebt hat, Kontakt mit uns aufnehmen.

Die/der Antidiskriminierungsbeauftragte gibt Ihnen Ratschläge und Hinweise, hilft in der Aufklärung des Diskriminierungsverdachts und greift bei Bedarf Maßnahmen zur Rechtsschutzgewährleistung des Diskriminierungsopfers. Zur Aufklärung des Diskriminierungsverdachts kann die/der Antidiskriminierungsbeauftragte die Gegenpartei um Erklärungen bitten und bei verschiedenen Stellen diesbezügliche Zusatzinformationen einholen. Das Personal der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n hat Geheimhaltungspflicht zum Beispiel in Bezug auf heikle Privatangelegenheiten.

Die/der Antidiskriminierungsbeauftragte kann eine andere Behörde nicht dazu zwingen, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten oder eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Die/der Antidiskriminierungsbeauftragte kann den Bescheid einer anderen Behörde auch nicht ändern. Dann sollten Sie vorrangig auf ordentliche Rechtsbehelfe zurückgreifen.

Die durch die/den Antidiskriminierungsbeauftragte/n angebotene Rechtshilfe besteht hauptsächlich aus Beratung. Im Ausnahmefall kann die/der Antidiskriminierungsbeauftragte einen diskriminierten Kunden im Gericht entweder selbst unterstützen oder einen ihrer/seiner Büroangestellten zur Unterstützung anweisen. Dies setzt voraus, dass die Sache eine weitgehende gesellschaftliche Bedeutung im Kampf gegen Diskriminierung aufweist.

Einreichen einer Beschwerde

Haben Sie Diskriminierung erlebt? Setzen Sie sich mit der/dem Antidiskriminierungsbeauftragte/n per E-Mail, per Brief oder per Anruf im Bereitschaftsdienst in Verbindung.  Ein persönliches Treffen muss stets im Voraus vereinbart werden. Die Bürodienste sind kostenpflichtig.

Generell wird Ihre Beschwerde nicht gleichzeitig mit einer anderen Behörde bearbeitet. Sagen Sie uns bitte Bescheid, falls die Sache bereits anderswo anhängig ist.

Hier Beschwerdeformular ausfüllen

Frei formulierte schriftliche Beschwerde (E-Mail, Brief)

Sie können uns eine frei formulierte Beschwerde entweder per E-Mail oder per Brief senden. Die Arbeitssprachen des Büros sind Finnisch, Schwedisch und Englisch. Sie können eine schriftliche Beschwerde auch in Ihrer Muttersprache verfassen. Wir wünschen, dass Ihre Beschwerde höchstens zwei Seiten lang ist.

Beim Schreiben einer Beschwerde beantworten Sie bitte die folgenden Fragen:

  1. Warum haben Sie den Verdacht, dass Sie gerade aufgrund einer persönlichen Eigenschaft so behandelt worden sind?
  2. Was ist geschehen und wer hat Sie Ihrer Meinung nach falsch behandelt?
  3. Wo und wann ist dies geschehen?
  4. Gibt es schriftliche Informationen über das Geschehen? Hat jemand anders mit Ihnen das Geschehen bezeugt?
  5. Haben Sie die Sache anderswo anhängig gemacht?
    1. Welche Stelle bearbeitet Ihre Sache oder hat die Sache bearbeitet? (z.B. Justizbeauftragte/r des Parlaments, Polizei, Verwaltungsgericht)

Der Beschwerde können Kopien über die wichtigsten Dokumente beigefügt werden.

Senden Sie die Beschwerde per E-Mail an die Adresse: yvv(at)oikeus.fi

Oder per Post an die Adresse:

Yhdenvertaisuusvaltuutetun toimisto
P.O. Box 24
FI-00023 VALTIONEUVOSTO

Telefonbereitschaftsdienst der Kundenservicestelle

Der Telefonbereitschaftsdienst der/des Antidiskriminierungsbeauftragte/n ist werktags von 10.00–12.00 Uhr eingerichtet. Während des Telefonbereitschaftsdienstes können Sie schnell Beratung erhalten.

Der Telefonbereitschaftsdienst berät Sie auf Finnisch, Schwedisch oder Englisch. Für Telefonate muss der Anrufer normale Telefonanschlussgebühren zahlen, eine separate Dienstleistungsgebühr wird nicht erhoben. Auf Verlangen können wir Sie zurückrufen.